Dienstag, 28. März 2017

Der Garten im März



05.03.2017


Der Samstag war für den Garten ein richtig genialer Tag. Ich habe in meinem neuen Garten alle Rosen und die Gräser geschnitten. Gedüngt und gekalkt. Meine neuen Alpenveilchen und die wunderschöne, gefüllte Lenzrose wurden ins Frühlingsbeet eingepflanzt. Die Krokusse sind voll erblüht und Nachbars Bienen waren schon fleißig auf Nektarsuche.
Der hintere Kirschbaum wurde wieder als „Klettergerüst“ zurechtgestutzt und jetzt heißt es für Ramblerrose und den beiden Clematissorten „auf die Plätze fertig los!“. Die hinteren Kletterrosen muss ich noch anbinden.

Bei den Narzissen sieht man schon die Blüten. Es gibt auch Zwiebeln, da kommen nur Blätter. Hier muss unbedingt gedüngt werden und zwar schon jetzt. Ich mache das mit Hornspäne. Die Narzissen brauchen die Nährstoffe um im Sommer die neuen Blüten in der Zwiebel auszubilden.
Überall werden nun blühende Tulpen, eigentlich das ganze Frühlingssortiment in Töpfen angeboten. Das ist eine gute Gelegenheit um die Lücken im Garten mit den entsprechenden Farben zu schließen. Bitte tief in den Garten einsetzen, es darf keine Zwiebel mehr zu sehen sein. Ein paar Hornspäne ins Pflanzloch und schon ist für das nächste Jahr ein neuer Farbtupfer gesetzt. Schneeglöckchen können blühend versetzt werden.

Der Sommerflieder ist jetzt auch mit dem Rückschnitt dran. Der große Strauch mit seinen dicken Ästen habe ich bis auf 1 Meter zurückgestutzt, die Zwergsorten nur minimal.

Die ersten Aussaaten stehen auf der Fensterbank. Ich habe ein paar ausgefallene Fingerhüte und Akeleien sowie ein besonderes Mutterkraut ausgesät. Es gibt bei den Staudenfreunden eine jährliche Samentauschaktion. Hier kann man Samen bestellen aber auch abgeben. Ich freue mich immer auf den Katalog, der im Dezember ins Haus flattert. Viele Samen werfe ich Ende April aber nur ins Beet und hoffe auf Keimung.

Der Regen löst meine Düngergaben auf und füllt meine Zisterne.

Was muss ich noch tun – was habe ich dieses Jahr im Garten vor?

-       Der Lavendel muss noch kugelig geschnitten werden
-       Unkraut ausstechen
-       Hostabänke ausbessern und streichen
-       Hostatöpfe säubern und evtl. umtopfen
-       4 neue Rosen habe ich bestellt, sie kommen hinter die Pfingstrosen um das Beet im Sommer mit Blüten aufzuwerten
-       in den Bürogarten kommen ebenfalls an den Gartenzaun 4 gleiche Rosen und zwar die Sorte „Caramella“. Ich habe sie schon im hinteren Gartenbereich und sie sieht traumhaft aus, ist gesund und sehr ansprechend.
-       Rosenschnitt im Bürogarten und einige Stauden teilen und versetzen.
-       Mal schauen, ob ich das Gartentor endlich streichen und meinen Gartenbriefkasten aufhängen werde
-       Ein Insektenhotel muss angeschraubt werden

Ob der Buchsbaumzünsler sich dieses Jahr wieder einnistet? Wenn ja, säge ich meinen riesigen Strauch doch ab. Eigentlich schade. Gut, ich würde die Rhododendren im Topf an seine Stelle platzieren, die Lücke wäre gleich gefüllt.


28.03.2017

Diese Woche ist Traumwetter. Alle Bestellungen sind eingegangen und müssen noch verteilt bzw. eingepflanzt werden. Der Lavendel ist geschnitten, die neuen Rosen gepflanzt ein Teil der Stauden muss noch in die Beete. Jetzt heißt es schnell pflanzen, damit die alten Stauden nicht zu hoch werden und die Neuzugänge. Die Wiesenprimeln haben sich ausgesät und der ganze Garten strahlt in den Frühlingsfarben.
Woher nehmen die Pfingstrosen diese Kraft? Zum Teil sind sie schon 30 cm hoch und erklimmen die Staudenringe. Die vagabundierenden Stauden und Zwiebeln erobern die freien Plätze, sodass fast keine Erde mehr zu sehen ist. Auch Allium, Mutterkraut und Knorpelmöhre lieben den Boden in meinem Garten. Hier muss ich in Rosennähe die Sämlinge ausdünnen. Was zu viel ist, ist zu viel. Austreibende Clematis werden bereits von den Schnecken angefressen und Rittersporne müssen sich ebenfalls vor den Schleichern in Acht nehmen.
Meine Rosenveredlungsversuche sind gescheitert. Hätte ich die Veredlungsstellen über den Winter schützen sollen? Es ist so schade, aber es treibt nichts aus. Die Rosenstecklinge und die Rosensämlinge entwickeln sich sehr gut.
Die Hostas treiben durch und müssen zum Teil umgetopft werden.
Meine Aussaaten kommen voran, aber irgendwie zögerlich.
Die blühenden Bäume werden von Nachbars Bienen umschwärmt und die Insektenhotels sind von Wildbienen ausgebucht. Die ersten Löcher sind schon verklebt, der Nachwuchs wächst heran.

Ganz schön was los im Frühling.
Interessant ist die Unkrautbearbeitung. Jedes Jahr gibt es ein Unkraut, dass sich extrem hervortut. Diesmal ist es der Nelkenwurz, der sich stark ausgebreitet hat und nun die Beete wieder verlassen muss. Auch das Gartenschaumkraut blüht bereits und muss vor der Samenbildung entfernt werden. Ein Kraut, dass gut in den Salat passt.
Blütenknospen vom Löwenzahn sind sichtbar und die Brennnessel hat auch schon an Höhe gewonnen.
Buschwindröschen und der herrliche Lerchensporn in rot und violett machen sich breit und Schneeglöckchen, Alpenveilchen und Winterlinge sind auf dem Rückzug. Natürlich müssen noch die Samen verschleudert werden. Ein weißer Lerchensporn fehlt mir noch, der muss auf die Bestellliste.

Ganz vergessen zu erwähnen habe ich die Lenzrosen. Sie sind der Hingucker mit ihren riesigen Büschen in den verschiedensten Farben. Gefüllt, ungefüllt, mit roten Sprengeln, einfarbig. Die Elfenblumen sind ebenfalls in den Startlöchern. Habe ich jetzt alle Frühlingsblüher und –erwacher erwähnt? Die Gräser fehlen noch. Das frische Grün spitz hervor. Mein Durchstarter ist der Miscanthus – von Null auf 1,60 m in einer Saison, das ist schon beachtlich.

Schon 2 der 3 Hostabänke sind gestrichen und mein Nachbar hat mir die morschen Bretter ausgetauscht. Sogar vor meinem Gartentor hat er gemäht. Tatsächlich muss auch der Rasen im Garten schon gemäht werden. Angeblich ist es der wärmste März seit Aufzeichnungsbeginn.

Der Buchsbaumzünsler hat den 30 Jahre alten Busch befallen und wird ihn kahl fressen. 

Mittwoch, 1. März 2017

Der Vorfrühling




8.2.2017

Die Temperaturen sollen in der Nacht noch etwas zurückgehen, aber der Frühling kündigt sich an.
Gestern habe ich im Bürogarten die ersten Knospen der Lenzrosen gesehen. Die Zaubernuss wickelt sich herrlich aus und dieses Gelb strahlte in den blauen Himmel. Die üppigen Schneeglöckchen haben sich unter den Ahornbäumen ausgebreitet und blühen traumhaft. Der Kenner kauft Schneeglöckchen als blühende Pflanze und sieht gleich, welch Schätzchen man sich in den Garten holt.
Meine Neuerwerbungen vom letzten Jahr bei den Schneeglöckchen-Tagen im Mannheimer Luisenpark blühen noch nicht. Meine Sammlung habe ich in meinem Garten zwischen den Alpenveilchen und den Lenzrosen. Ich werde berichten.

Den ersten warmen Tag im Februar werde ich für den letzten Staudenschnitt nutzen und die Beete aufräumen. Mit dem Rosenschnitt werde ich noch warten. Ende des Monats erledige ich meine Startdüngung. Dann wäre es auch Zeit, Stauden zu teilen – natürlich darf der Boden nicht mehr gefroren sein.
Bei den Lenzrosen schneide ich die alten Blätter ab, damit die Blüten dann besser zur Geltung kommen.

Ganz schlimm sieht der Gewürzsalbei aus. Ich hoffe ja nicht, dass er total erfroren ist. Diese violetten Blätter sehen immer attraktiv im Steingarten aus. Besonders, wenn die Pfingstrosen daneben blühen.

Sobald die Temperaturen steigen, zeigen sich auch die Leberblümchen. Sie freuen sich über eine Handvoll Kalk im Frühjahr.


15.2.2017

heute habe ich es nicht mehr ausgehalten. Schnell in den Garten. Viele abgebrochene Äste vom Walnussbaum liegen herum. Alles aufräumen, die Dachrinne vom Gartenhaus säubern und die Zisternen anschließen. Es soll am Wochenende regnen, da fange ich schon mal das erste Wasser auf. Die Winterlinge, Primeln, Schneeglöckchen und Alpenveilchen spitzen heraus. Die Lenzrosen befreie ich vom Blattwerk und die Elfenblumen schneide ich auch zurück. Alle Gräser werde ich bodennah zurücknehmen.

Die Kletterrosen, schon zu richtigen Monstern emporgewachsen, werde ich zum Teil kräftig zurückschneiden. Auch ein paar alte dicke Äste nehme ich ziemlich stark an der Basis zurück.

Mein „Kletter-Kirschbaum“ für Ramblerrosen und Clematis muss gekappt werden. Er ist so kräftig im letzten Jahr gewachsen, dass er mir die neuen Rosenbeete total beschattet. Eine mit Kompost gefüllte Tonne werde ich ausleeren und auf die Beete verstreuen. Gekörnten Kalk verstreue ich auf Rasen und auch in die Beete, die etwas Moos angesetzt haben. Ich vertreibe damit das saure Milleu.


28.02.2017

kalt und windig verabschiedet sich der Februar. Obwohl wir in der letzten Woche schon mal 16 Grad hatten.
Die Kletterrosen sind geschnitten, nun kommen die übrigen Rosen dran. Jetzt kann auch gedüngt und gekalkt werden. Immer sparsam, lieber nochmal im Juni etwas nachdüngen. Die Zwiebelpflanzen treiben aus und hier verteilen wir auch Hornspäne um die Blattschöpfe.
Der Schneeglöckchenmarkt in Mannheim war am letzten Wochenende wunderbar. Die Störche sind schon zurück und haben ihre Nester ausgebessert und für den Nachwuchs hergerichtet. Zuerst sind die Männchen da und wenn alles fertig ist, ziehen die weiblichen Störche ein. Dieser Park ist sehr sehenswert und wird zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten gerne besucht.
Schneeglöckchen habe ich keine gekauft, aber Lenzrosen und 3 verschiedene Alpenveilchen landeten im Einkaufskorb. Interessant waren auch die verschiedenen Winterlinge, Primeln, Steingartenpolster, Magnolien, Zaubernüsse, Farne, Pfingstrosen, Anemonen, Lerchensporn, Elfensporn, Lenzrosen, Dahlien und natürlich sehr sehr viele Schneeglöckchensorten. Für jeden Geschmack die passenden Pflanzen. Nicht immer günstig, aber ausgefallen.

Samstag, 7. Januar 2017

Der Garten im Januar




6.1.2017

nach einem sonnigen, trockenen und auch kalten Dezember, beginnt der Januar windig bis stürmisch und der erste Schnee ist gefallen. Die Temperaturen sollen sinken, der Winter beginnt. Wie so oft, ist der Januar unser Wintermonat. Die tiefen Temperaturen und Sonne, machen es den wintergrünen Stauden und Sträuchern schwer. Das Wasser aus den Blättern verdunstet, es kommt aber aufgrund des gefrorenen Bodens, kein Wasser nach. Die Pflanzen vertrocknen. Ein Schutzflies hemmt die Verdunstung. Gerade bei dem durch Zünsler und Pilzen geschwächten Buchs, kommt Stress auf.
Bei 2-stelligen Minusgraden, wird es auch für die Rosen kritisch. Ich habe sie zwar angehäufelt und auch mit ein paar Zweigen abgedeckt, aber die empfindlichen Sorten können Frostschäden abbekommen.

Bei den Stauden leiden besonders die Gaura, das Eisenkraut und das spanische Gänseblümchen. Da sich diese Arten allerdings reichlich aussäen, hoffe ich trotzdem auf Nachwuchs.

Die ersten Schneeglöckchen blühen! Im Steingarten sind sie schon richtig aufgeblüht und vor dem Bürogebäude spitzen die weißen Glöckchen hervor. Ich freue mich auf die Schneeglöckchentage im Luisenbark in Mannheim am 25. und 26.2.2017. Kalender | Luisenpark . Eine gelungene Veranstaltung mit Vorträgen und es gibt viel zu sehen. Man kann auch kaufen 😍 Meine erworbenen Schneeglöckchen vom letzten Jahr werden hoffentlich austreiben und mein kleines Kiesbeet bereichern.
Wie schon öfters berichtet, sind in diesem Kiesbeet auch verschiedene Arten und Sorten von Alpenveilchen. In beiden Gärten kann ich feststellen, dass sie sich stark ausgesät und schon eine richtige Kolonie gebildet haben. Die unterschiedlichen Blattformen und –farben sehen aus wie ein Mosaik.

In der Wohnung beginnen die Orchideen so richtig durchzutreiben. Nach dem der Christbaum entsorgt wurde, bleibt der Blick wieder auf der Fensterbank hängen. Jetzt hole ich meine Amarylliszwiebeln aus dem Keller und beginne mit dem Antreiben. Sie werden in große Gläser mit etwas Erde gesetzt, einmal angegossen und dann warte ich ab. Sobald die ersten Blüten austreiben, gieße ich ganz sparsam einmal in der Woche. Zurzeit blüht eine, eher exotisch wirkenden Pflanze, die ich von der Amaryllisausstellung der Firma Beutler Rosenhof mitgebracht habe. Es ist die Sorte Sumatra. Die beste Internetseite für Amarylissorten ist hier: Amaryllis. Sobald wieder Zwiebeln angeboten werden, bestelle ich von den „Exoten“.
In meinem Büro sind beide Weihnachtskakteen abgeblüht. Sie müssen nun mindestens 4 Wochen trockenstehen und werden erst wieder gegossen, wenn das Wachstum einsetzt. Dann kann man auch einen Dünger für Blühpflanzen verwenden. Alle 3 Jahre in ein durchlässiges Substrat umtopfen. Es lassen sich auch leicht Ableger ziehen, am besten nach der Blüte.

Die Staude des Jahres 2017 ist die Bergenie. Ich habe sie als pflegeleichte Pflanze im Bürogarten großzügig eingesetzt. Die verschiedenen Sorten kann man herrlich mit Elfenblumen, Wolfsmilch Euphorbia amygdaloides 'Black Bird‘, Kissenglockenblumen und verschiedenen Astern sowie Storchenschnäbeln kombinieren. Es gibt auch Sorten, die im Herbst nachblühen. Das finde ich immer sehr schön. Das Laub ist wintergrün und verfärbt sich oftmals rot. Ich habe sie meistens im halbschattigen Bereich eingesetzt. Im herbst ist die beste Zeit die Pflanze zu teilen. Das geht ganz einfach, indem man die Stängel einfach abreist, etwas verkürzt und am neuen Standort einsetzt. Angießen – fertig. Ich liebe die Sorten Herbstblüte, Eroica und Silberlicht. Die Gärtnerei Eskuche hat 21 Sorten.

Die Rose des Jahres 2017 ist die Edelrose ‘Gräfin Diana®’ aus dem Züchterhaus W. Kordes’ Söhne in Sparrieshoop.
Ich habe mich im Herbst für die englische Rose „Munstead Wood“ entschieden. Ich hoffe, sie hat die eisigen Tage und Nächte gut überstanden.

Ich freue mich schon auf die kommende Gartensaison.