Donnerstag, 11. Mai 2017

Der Garten im Mai



01.05.2017


Der erste Mai war ein kalter, regnerischer Tag. Dafür gab es am 30.4. Traumwetter. Vormittag und Nachmittag habe ich im Garten verbracht und gegärtnert. Die Barocken Gartentage in Ludwigsburg waren erfolgreich und die „Einkäufe“ in Form von ausgefallenen Mini-Hostas und großblütigen Akeleien wurden sofort in die Beete gepflanzt. Das Rhodobeet habe ich mit Rinde abgemulcht und sieht jetzt wieder richtig ordentlich aus.

Die Rhodos, in den großen Kübeln, wurden umgestellt und nehmen nun den Platz des abgesägten Buchsbaumes ein. Sieht aus, als stünden sie schon immer da. Das sonnige Wetter habe ich auch gleich genutzt und meinen Pflanztisch gestrichen. Der macht jetzt auch eine gute Figur.

Paeonia mlokosewitschii - Kaukasus-Pfingstrose


Die Frostschäden in den eisigen Nächten, sind überall sichtbar. Den Ginkgoaustrieb hat es erwischt und viele Rosetriebe sehen schlaff aus. Der Sommerflieder hat auch gelitten und muss neue Austriebe bilden.
Strauchpfingstrose
Viele Hosta Sorten sehen schrecklich aus. Gerade der Neuaustrieb – schade. Trotz doppelter Vliesabdeckung sind die Rhododendrenblüten teilweise erfroren.

Gingkoaustrieb 
Bei der Anlage meines kleinen Steingartens hatte ich die Idee, als Abschluss bzw. die höchste Stelle des künstlich angelegten „Hügels“ mit niedrigen Rhododendren zu bepflanzen. Immergrün und im Mai – Juni ein Hingucker. Das hat sich nicht bewährt. Das Regen- bzw. Gießwasser läuft dank der guten Drainage schnell ab und im Sommer ist das einfach zu trocken. Alle Rhodos müssen in einen Kübel gepflanzt werden, nur welcher Ersatz ist sinnvoll? Da sind mir niedrige Rosen in den Sinn gekommen. Von Wänninger habe ich die „kleine Angela“, die in meinen üppigen Beeten völlig untergegangen ist. Schnell umgepflanzt und schon ist die Rose fleißig ausgetrieben, bei dem Platz und der exponierten Lage, kein Wunder. Ich habe noch Rosensämlinge und Stecklinge, die ebenfalls für diesen Platz geeignet sind (hoffe ich). Es wäre schön, wenn sie den Abschluss des Hügels mit seinen Rebwurzeln und der Folie verdecken. Mal sehen, wie sich da in diesem Jahr entwickelt.


03.05.2017

Es regnet kräftig. Die Zisternen und der Boden sind dankbar.




06.05.2017

Im Mai ist die richtige Zeit um verschiedene Stauden zu entspitzen. Fette Henne, hohe Astern und Phlox verzweigen sich dann besser und bleiben stabiler.

Sonntag, 30. April 2017

Der Garten im April



06.04.2017

Sonne pur, kein Regen, der Zünsler frisst alles kahl und alle Bäume blühen.

19.04.2017

Der Winter ist zurückgekommen. Vor eineinhalb Wochen hatten wir schon 25 Grad und heute schneit es. Frost gibt es in der Nacht, so die Vorhersagen für 2 Tage.
Das wäre für die Natur tragisch. Meine Rhododendren und Strauchpfingstrosen blühen. Die Rhodos habe ich vorsichtshalber mal mit einem Vlies abgedeckt. Erfrorene Blüten werden braun und die ganze Pracht ist hinüber. Nachdem alle Obstbäume blühen, bin ich gespannt, wie stark der Frost zuschlägt.
 
vor dem Frost
An den Rosen sind die ersten Knospen zu sehen und die Staudenpfingstrosen haben ihre endgültige Höhe erreicht. Von Gründonnerstag bis heute hat es einen derartigen Wachstumsschub gegeben, dass ich sogar die neu gepflanzten Rosen nicht mehr sehen kann. Sie sind hinter den Pfingstrosen und den Akeleien verschwunden. Viel hat es allerdings nicht geregnet. Lt. meinem Wassermesser nur 10 Liter pro Quadratmeter. Die bestellten Felder müssen schon gewässert werden. Regen wird immer seltener. Die paar Schneeflocken von heute bringen auch nicht viel.



Meinen 30 Jahre alten Buchsbaum musste ich absägen. Der ekelhafte Zünsler hat ihn zerstört. Nun werde ich Rindenmulch auftragen und meine Rhododendronkübel umstellen. Von der Lücke ist dann nichts mehr zu sehen. Außerdem sammle ich im Garten Sämlinge von der Eibe, die überall auftauchen. Neben der Hostabank ist der richtige Platz, um wieder ein immergrünes Element zu platzieren. Mal schauen, wie schnell sie wachsen. Jetzt werden die verblühten Narzissen- und Tulpenstängel abgeschnitten, das Laub bleibt aber stehen.
Dieser Rhodo hat die Eisnacht nicht überlebt

Der Frost hat gnadenlos zugeschlagen. 2 bitterkalte Nächte. Gingkoaustrieb, Japanischer Ahorn, Hostas, Rosen, Sommerflieder und Rhododendren trotz Vlies, alle haben Frostschäden. Nicht nur der Frost, sondern auch dieser Eiswind hat die empfindlichen Neuaustriebe zerstört. Die Schäden der Obstbauern, Weingärtner und Erdbeergärtner sind erheblich und flächendeckend. Mein Walnussbaum hat ganz braune Blätter, die wahrscheinlich abfallen. Ob es da Nüsse gibt? Schon im letzten Jahr, war eine ganz schlechte Ernte.
Spätfröste im April und Mai sind schrecklich. Erst nach den Eisheiligen wird es meistens durchgehend wärmer. Aber wie oft haben dann Hagel und Starkregen unsere herrlichen Pfingstrosen und Iris verwüstet? Bleibt zu hoffen, dass wir ohne Unwetter den Frühling genießen können.

Dienstag, 28. März 2017

Der Garten im März



05.03.2017


Der Samstag war für den Garten ein richtig genialer Tag. Ich habe in meinem neuen Garten alle Rosen und die Gräser geschnitten. Gedüngt und gekalkt. Meine neuen Alpenveilchen und die wunderschöne, gefüllte Lenzrose wurden ins Frühlingsbeet eingepflanzt. Die Krokusse sind voll erblüht und Nachbars Bienen waren schon fleißig auf Nektarsuche.
Der hintere Kirschbaum wurde wieder als „Klettergerüst“ zurechtgestutzt und jetzt heißt es für Ramblerrose und den beiden Clematissorten „auf die Plätze fertig los!“. Die hinteren Kletterrosen muss ich noch anbinden.

Bei den Narzissen sieht man schon die Blüten. Es gibt auch Zwiebeln, da kommen nur Blätter. Hier muss unbedingt gedüngt werden und zwar schon jetzt. Ich mache das mit Hornspäne. Die Narzissen brauchen die Nährstoffe um im Sommer die neuen Blüten in der Zwiebel auszubilden.
Überall werden nun blühende Tulpen, eigentlich das ganze Frühlingssortiment in Töpfen angeboten. Das ist eine gute Gelegenheit um die Lücken im Garten mit den entsprechenden Farben zu schließen. Bitte tief in den Garten einsetzen, es darf keine Zwiebel mehr zu sehen sein. Ein paar Hornspäne ins Pflanzloch und schon ist für das nächste Jahr ein neuer Farbtupfer gesetzt. Schneeglöckchen können blühend versetzt werden.

Der Sommerflieder ist jetzt auch mit dem Rückschnitt dran. Der große Strauch mit seinen dicken Ästen habe ich bis auf 1 Meter zurückgestutzt, die Zwergsorten nur minimal.

Die ersten Aussaaten stehen auf der Fensterbank. Ich habe ein paar ausgefallene Fingerhüte und Akeleien sowie ein besonderes Mutterkraut ausgesät. Es gibt bei den Staudenfreunden eine jährliche Samentauschaktion. Hier kann man Samen bestellen aber auch abgeben. Ich freue mich immer auf den Katalog, der im Dezember ins Haus flattert. Viele Samen werfe ich Ende April aber nur ins Beet und hoffe auf Keimung.

Der Regen löst meine Düngergaben auf und füllt meine Zisterne.

Was muss ich noch tun – was habe ich dieses Jahr im Garten vor?

-       Der Lavendel muss noch kugelig geschnitten werden
-       Unkraut ausstechen
-       Hostabänke ausbessern und streichen
-       Hostatöpfe säubern und evtl. umtopfen
-       4 neue Rosen habe ich bestellt, sie kommen hinter die Pfingstrosen um das Beet im Sommer mit Blüten aufzuwerten
-       in den Bürogarten kommen ebenfalls an den Gartenzaun 4 gleiche Rosen und zwar die Sorte „Caramella“. Ich habe sie schon im hinteren Gartenbereich und sie sieht traumhaft aus, ist gesund und sehr ansprechend.
-       Rosenschnitt im Bürogarten und einige Stauden teilen und versetzen.
-       Mal schauen, ob ich das Gartentor endlich streichen und meinen Gartenbriefkasten aufhängen werde
-       Ein Insektenhotel muss angeschraubt werden

Ob der Buchsbaumzünsler sich dieses Jahr wieder einnistet? Wenn ja, säge ich meinen riesigen Strauch doch ab. Eigentlich schade. Gut, ich würde die Rhododendren im Topf an seine Stelle platzieren, die Lücke wäre gleich gefüllt.


28.03.2017

Diese Woche ist Traumwetter. Alle Bestellungen sind eingegangen und müssen noch verteilt bzw. eingepflanzt werden. Der Lavendel ist geschnitten, die neuen Rosen gepflanzt ein Teil der Stauden muss noch in die Beete. Jetzt heißt es schnell pflanzen, damit die alten Stauden nicht zu hoch werden und die Neuzugänge. Die Wiesenprimeln haben sich ausgesät und der ganze Garten strahlt in den Frühlingsfarben.
Woher nehmen die Pfingstrosen diese Kraft? Zum Teil sind sie schon 30 cm hoch und erklimmen die Staudenringe. Die vagabundierenden Stauden und Zwiebeln erobern die freien Plätze, sodass fast keine Erde mehr zu sehen ist. Auch Allium, Mutterkraut und Knorpelmöhre lieben den Boden in meinem Garten. Hier muss ich in Rosennähe die Sämlinge ausdünnen. Was zu viel ist, ist zu viel. Austreibende Clematis werden bereits von den Schnecken angefressen und Rittersporne müssen sich ebenfalls vor den Schleichern in Acht nehmen.
Meine Rosenveredlungsversuche sind gescheitert. Hätte ich die Veredlungsstellen über den Winter schützen sollen? Es ist so schade, aber es treibt nichts aus. Die Rosenstecklinge und die Rosensämlinge entwickeln sich sehr gut.
Die Hostas treiben durch und müssen zum Teil umgetopft werden.
Meine Aussaaten kommen voran, aber irgendwie zögerlich.
Die blühenden Bäume werden von Nachbars Bienen umschwärmt und die Insektenhotels sind von Wildbienen ausgebucht. Die ersten Löcher sind schon verklebt, der Nachwuchs wächst heran.

Ganz schön was los im Frühling.
Interessant ist die Unkrautbearbeitung. Jedes Jahr gibt es ein Unkraut, dass sich extrem hervortut. Diesmal ist es der Nelkenwurz, der sich stark ausgebreitet hat und nun die Beete wieder verlassen muss. Auch das Gartenschaumkraut blüht bereits und muss vor der Samenbildung entfernt werden. Ein Kraut, dass gut in den Salat passt.
Blütenknospen vom Löwenzahn sind sichtbar und die Brennnessel hat auch schon an Höhe gewonnen.
Buschwindröschen und der herrliche Lerchensporn in rot und violett machen sich breit und Schneeglöckchen, Alpenveilchen und Winterlinge sind auf dem Rückzug. Natürlich müssen noch die Samen verschleudert werden. Ein weißer Lerchensporn fehlt mir noch, der muss auf die Bestellliste.

Ganz vergessen zu erwähnen habe ich die Lenzrosen. Sie sind der Hingucker mit ihren riesigen Büschen in den verschiedensten Farben. Gefüllt, ungefüllt, mit roten Sprengeln, einfarbig. Die Elfenblumen sind ebenfalls in den Startlöchern. Habe ich jetzt alle Frühlingsblüher und –erwacher erwähnt? Die Gräser fehlen noch. Das frische Grün spitz hervor. Mein Durchstarter ist der Miscanthus – von Null auf 1,60 m in einer Saison, das ist schon beachtlich.

Schon 2 der 3 Hostabänke sind gestrichen und mein Nachbar hat mir die morschen Bretter ausgetauscht. Sogar vor meinem Gartentor hat er gemäht. Tatsächlich muss auch der Rasen im Garten schon gemäht werden. Angeblich ist es der wärmste März seit Aufzeichnungsbeginn.

Der Buchsbaumzünsler hat den 30 Jahre alten Busch befallen und wird ihn kahl fressen.