Mittwoch, 19. Juli 2017

Der Garten im Juli



05.07.2017

Der Juni verabschiedete sich regnerisch. Unsere Berlin Reise zur IGA haben wir mit einer Wetterwarnung begonnen und konnten am Dienstag die Gartenschau bei herrlichem Wetter genießen. Eine gelungene Ausstellung, großflächig mit zum Teil alten Baumbeständen, die ein Teil der Schattenbeete beinhaltete. Besonders haben es mir die Hangbeete am Haupteingang am unteren Weg gefallen. Pflanzen, die für trockene Gärten geeignet sind, wurden wunderbar präsentiert. Ich habe wieder einiges gelernt!
Der Rosengarten war in Hochblüte. Eine Rose, als Hochstamm und Bodendecker, war die Sorte Apfelblüte.

Rose Apfelblüte



Eine üppige Blüte, fast keine Blätter zu sehen. Tausend von Bienen schwirrten herum – diese Rose muss her! Als Hochstamm. Ebenso von Noack hat mir die Sorte „Isarperle“ und Crescendo gefallen. „Sonnenschirm“ von Tantau  - das Schild stimmte nicht. Es waren einige falsche Schilder aufgestellt, was natürlich sehr schade ist. Die falsche „Sonnenschirm“ (ich konnte nicht herausfinden, welche Rose es tatsächlich war) wurde mit dem Storchenschnabel „Blue Cloud“ flächig gepflanzt - war ein Hingucker ohne gleichen. Noch eine super Rose von Meiland „Charleston“. Ebenfalls eine auffällige Farbe und die Ränder leicht gewellt.
Am nächsten Tag kam ein schreckliches Unwetter mit Starkregen (arme Rosen) und setzte Berlin unter Wasser. Ich saß gemütlich in der Königlichen Gartenakademie in Berlin Dahlem und konnte einen Tageskurs über Anlage eines Staudenbeetes genießen. Dozentin:  Dr. Isabelle Van Groeningen hat sehr anschaulich, mit neuen Ideen, Pflegetipps etc. einen super Gartenkurs abgehalten. Sehr empfehlenswert!
Die Gärtnerei zeigte alle aktuellen Pflanzen, Rosen und Hortensien und das Auge kam nicht zur Ruhe, alles wollte studiert und bewundert werden.



19.07.2017


Der heißeste Tag der Woche. 34 Grad, ein leichter Wind, Gewitter möglich.
Alle Gartenarbeiten erledigt.
Die Hostasammlung braucht Wasser und der Phlox leidet auch. Die Taglilien gehen dem Blühende entgegen. Der Puschelmohn hat Millionen von Samen erzeugt und ich verteile sie im Garten. Da wo es ihm gefällt, darf er aufgehen. Eine Augenweide sind die Gauras. Eine tolle Pflanze. Sie hat sich wieder ausgesät und darf sich überall präsentieren. Viel ist nicht gerade los in den Beeten. Gelb, braun und rot sind die Faben der Sonnenbräute, aber da habe ich nur 2 Sorten. Habe ich schon erwähnt, wie wunderbar meine Kugeldisteln blühen? Dazu die mazdonische Witwenblume und der rote Sonnenhut, herrliche Plätze für Schmetterlinge. Leider sind wieder nur die Kohlweißlinge zu sehen. Vielleicht sind andere Sorten am Morgen unterwegs? Nachmittags ist auf jedenfall wenig los. Die niedrigen Sommerflieder blühen wunderschön und doch fehlen viele Sorten von Schmetterlingen.
Im Sommer dürfen die Rispenhortensien nicht fehlen. Sie blühen auf und bringen Farbe in Kübel und Beet.



Montag, 19. Juni 2017

Der Garten im Juni



09.06.2017

Der Frühling wurde abgeschnitten. Unglaublich, aber der Sommerflor lässt uns keine andere Wahl. Es wird schon schwierig zwischen den hohen Stauden die verblühten Stängel herauszuschneiden. Akeleien, Pfingstrosen, Iris, alles wird ausgeputzt und abgeschnitten. Sogar die ersten Rosen sind verblüht und auch hier werde ich in den nächsten Wochen immer wieder das Verblühte entfernen. Alle Läuse und Raupen sind verschwunden – ohne irgendein Spritzmittel zu verwenden. Meine Meisen und die anderen Vögel haben Großes geleistet.
Meine Rhododendren habe ich nun endgültig aus dem Steingarten als Abgrenzung herausgenommen und mit Rosen ersetzt. Erst wurden meine Stecklinge vom letzten Jahr eingesetzt, dann die „kleine Angela“ von Wänninger und 2 Kordes Rosen „Märchenzauber“. Dazwischen ein kriechendes Geranium „Light Dilys“. Rosen werden an dieser Stelle besser gedeihen. Es ist einfach zu trocken für meine Rhodos. Ich habe sie in Töpfe gesetzt und sie legen richtig los. Ein bisschen Dünger dazu – schon ist alles im Lot.
 
Kletterrose Laguna
Die Rosen sind einfach unglaublich schön in diesem Jahr. Zusammen mit den Clematissorten ein Traum. Der Rittersporn hat den Regen, Kälte und Sturm der letzten Tage gut weggesteckt und zeigt sich von seiner besten Seite. Die Beete werden umspielt vom Mutterkraut, Leinkraut und den ersten Löwenmäulchen. Mein sogenanntes Wiesenbeet hat jetzt seine Hochzeit und die Kugeldisteln haben sich dermaßen üppig entwickelt, dass bestimmt kein Schmetterling daran vorbeikommt. Die verschiedenen Salbeisorten und –farben machen sich besonders gut. Von rosa bis dunkelviolett sind alle Schattierungen vorhanden und dazwischen die Wiesenmargariten und die Glockenblumen in weiß und hellblau sind der Hingucker. Im Hintergrund blühen die gelben Rosen und gelbe Fackellilien sowie Steppenkerzen. Dazu passt mein Kandelaber Ehrenpreis, der in diesem Jahr durch die reichhaltigen Regenfälle zu voller Schönheit erblüht. Auch der Phlox profitiert vom Regen und mein schlechtes Gewissen wird beruhigt. Vielleicht erlebe ich einen Blütenrausch in rosa und violetten Blüten. Und der Duft…………
Aber erstmal sind die Taglilien dran. Auch hier schauen die Blüten der frühen Sorten aus den Blätterhorsten heraus und werden in der nächsten Woche ihr Farbenfeuerwerk versprühen.
Zu der neuen Englischen Rose „Munstead Wood“ habe ich eine ganz dunkle Taglilie gepflanzt, die hoffentlich das herrliche Rot der Rose unterstützt. Als Kontrast wieder das Mutterkraut.

Alle Hochstammrosen sind auf dem Höhepunkt der ersten Blüte. „Ghislaine de Feligonde“, „Guirlande d'Amour“, “Granny”, “Aspirin Rose”, “Colette”, “Marie Curie” wetteifern um das schönste Blütenkleid. Guirlande d`Amour wird umrahmt von den herrlichen Ritterspornen und sieht traumhaft aus. Diese Rose ist sehr leicht durch Stecklinge zu vermehren. Wer möchte, kann sich nach der Blüte bei mir welche schneiden.
Sie ist wieder da – die Spanische Wegschnecke. Die Hostas, egal ob auf der Hostatreppe oder im Kübel, sie schlägt erbarmungslos zu. Nächste Woche muss ich auf Schneckenjagd gehen. Keinen Spaß verstehe ich bei den Taglilien. Gerne werden die Blüten angeknabbert. Das dulde ich nicht.
 
Guirlande d`Amour mit Rittersporn
Meine Clematis sind in voller Blüte. Auch hier gibt es immer wieder Sorten die sich besonders hervortun. Ich will in diesem Jahr mal eine Vermehrung mit Stecklingen probieren. Mal sehen, ob es klappt. Besonders reichblühend ist die Sorte „Clematis Comtesse de Bouchaud“. Hier lohnt es sich auf jeden Fall ein Versuch.

Die Purpur-Witwenblume hat ihren Blüten geöffnet und wartet auf Schmetterlinge. eine unaufdringliche Pflanze, die sich als Partnerin zu den Kugeldisteln bewährt hat. Mal schauen, ob es in diesem Jahr mehr Schmetterlinge gibt. Auch hier gehen die Bestände stark zurück. Spritzmittel der Landwirtschaft tun ihr Bestes.

19.06.2017
 
Kugeldistel wächst heran
Wir haben Sommer. Das Thermometer kriecht über 30 Grad und lässt die Rosen schnell verblühen. Clematis, Rosen und jetzt auch die Taglilien geben dem Garten Sommerfeeling.
mazeodonische Witwenblume
Glockenblumen, Veronicastrum, Mädchenaugen, Kugeldisteln haben die Vorherrschaft im „Wiesenbeet“ übernommen und harmonisieren traumhaft.  Auch das abgefrorene Miscanthus Gras steht als wenn nichts gewesen wäre als Abtrennung zum Rosenduftgarten. Dort haben sich alle Rosen gut entwickelt und auch die passenden Clematissorten kommen so langsam in die Puschen. Dieser Gartenteil wird in den nächsten Jahren sich noch weiter etablieren. Zwischen den Rosen möchte ich im Herbst noch ein violettes Geranium „Geranium procurrens 'Ann Folkard'“ einsetzen. Das Mutterkraut hebt alle Farben der Rosen und wirkt wie ein Schleierkraut. Am Pfingstrosenpfad dominieren Katzenminze und Frauenmantel. Zwischen den abgeblühten Stauden wiegen sich die mazedonische Witwenblume mit der leuchtenden Kronenlichtnelke und am Gartenzaun sind verschiedene Clematissorten und die niedrigen Sommerfliederbüsche der Hingucker.
Im vorderen Gartenbereich blüht der Mohn. Einfach ins Beet geworfener Samen, hat unzählige Pflanzen hervorgebracht. Sie blühen gefüllt in rosa und rot – ich sage immer Puschelmohn. Ich werde die Samen reifen lassen und weiter in die Beete werfen. Die Samenkapseln passen herrliche in die Herbstkränze.


Eine weitere Pflanze hat gerade Hochsaison: der Bartfaden. Hier mag ich die ganz winterharten Sorten am liebsten. Ich habe hier eine Unterpflanzung der Hochstammrose „Granny“ vorgenommen. Das sieht wirklich super aus.

Traumhaft haben sich die vielen aus Samen gezogenen Rittersporne entwickelt. Langsam blühen sie ab und müssen zurückgeschnitten werden. Wasser und Dünger lassen sie wieder nachblühen.

Im Steingarten sind fast alle Nelken abgeblüht. Jetzt bilden sich Hauswurzblüten, die sich herrlich entwickeln. Auch meine Minirose blüht in zartem Rosa.
Nelken in Blüte
Die Rhododendren habe ich in Töpfe eingepflanzt und meine Rosen dafür eingesetzt. Rosenstecklinge und Sämlinge sind erwachsen geworden und wurden dazu gepflanzt. Platz für zwei „Märchenzauber“ von Kordes war noch vorhanden. Sie blühen bereits und sehen zauberhaft aus!
Bei dieser Hitze muss ich diese Neupflanzung kräftig gießen, damit sich das Beet gut entwickeln kann.

Dienstag, 30. Mai 2017

Der Garten im Mai



01.05.2017


Der erste Mai war ein kalter, regnerischer Tag. Dafür gab es am 30.4. Traumwetter. Vormittag und Nachmittag habe ich im Garten verbracht und gegärtnert. Die Barocken Gartentage in Ludwigsburg waren erfolgreich und die „Einkäufe“ in Form von ausgefallenen Mini-Hostas und großblütigen Akeleien wurden sofort in die Beete gepflanzt. Das Rhodobeet habe ich mit Rinde abgemulcht und sieht jetzt wieder richtig ordentlich aus.

Die Rhodos, in den großen Kübeln, wurden umgestellt und nehmen nun den Platz des abgesägten Buchsbaumes ein. Sieht aus, als stünden sie schon immer da. Das sonnige Wetter habe ich auch gleich genutzt und meinen Pflanztisch gestrichen. Der macht jetzt auch eine gute Figur.

Paeonia mlokosewitschii - Kaukasus-Pfingstrose


Die Frostschäden in den eisigen Nächten, sind überall sichtbar. Den Ginkgoaustrieb hat es erwischt und viele Rosetriebe sehen schlaff aus. Der Sommerflieder hat auch gelitten und muss neue Austriebe bilden.
Strauchpfingstrose
Viele Hosta Sorten sehen schrecklich aus. Gerade der Neuaustrieb – schade. Trotz doppelter Vliesabdeckung sind die Rhododendrenblüten teilweise erfroren.

Gingkoaustrieb
Bei der Anlage meines kleinen Steingartens hatte ich die Idee, als Abschluss bzw. die höchste Stelle des künstlich angelegten „Hügels“ mit niedrigen Rhododendren zu bepflanzen. Immergrün und im Mai – Juni ein Hingucker. Das hat sich nicht bewährt. Das Regen- bzw. Gießwasser läuft dank der guten Drainage schnell ab und im Sommer ist das einfach zu trocken. Alle Rhodos müssen in einen Kübel gepflanzt werden, nur welcher Ersatz ist sinnvoll? Da sind mir niedrige Rosen in den Sinn gekommen. Von Wänninger habe ich die „kleine Angela“, die in meinen üppigen Beeten völlig untergegangen ist. Schnell umgepflanzt und schon ist die Rose fleißig ausgetrieben, bei dem Platz und der exponierten Lage, kein Wunder. Ich habe noch Rosensämlinge und Stecklinge, die ebenfalls für diesen Platz geeignet sind (hoffe ich). Es wäre schön, wenn sie den Abschluss des Hügels mit seinen Rebwurzeln und der Folie verdecken. Mal sehen, wie sich da in diesem Jahr entwickelt.


03.05.2017

Es regnet kräftig. Die Zisternen und der Boden sind dankbar.




06.05.2017

Im Mai ist die richtige Zeit um verschiedene Stauden zu entspitzen. Fette Henne, hohe Astern und Phlox verzweigen sich dann besser und bleiben stabiler. 


16.05.2017
Jetzt setzt die Natur zum Frühlingshöhepunkt an: Die Iris blühen auf, Pfingstrosen,  Nachtviolen, Akeleien sind im Schlepptau. Meine Lieblingsrose „Stanwell Perpetual“ hat eine Blüte. Viele Rosen stehen in Knospen. Vielleicht blühen in diesem Jahr Rosen und Pfingstrosen zusammen auf? Das wäre ein Traum.

Heute und morgen sind sommerliche Temperaturen angesagt, aber die Unwetter stehen schon auf dem Atlantik bereit. Regen können wir gebrauchen, aber keine Unwetter. Die Nachviolen muss ich vorher noch fixieren. Bei den Ritterspornpflanzen komm ich mit dem Anbinden gar nicht mehr nach. Es sind bereits alle Blüten zu sehen.



Der große Walnussbaum lässt seine abgefrorenen Austriebe fallen und er treibt zuverlässig wieder aus. sogar der Gingko treibt aus den Augen ganz zart grün. Da bin ich froh.

Die ersten Schnittmaßnahmen sind auch erledigt – die Flieder musste wieder in Form gebracht werden.
Hostas im Topf und alle Lenzrosen wurden mit einem organischen Dünger versorgt.

Die Clematiswelke hat bei einer ausgefallenen Sorte zugeschlagen. Das erste Mal in meiner 30 jährigen Gartentätigkeit. Ich werde die Pflanze zurückschneiden und mal abwarten, wie sie sich entwickelt. Jetzt bekommen auch meine kleinen Buchskugeln Besuch vom Zünsler. Also werde ich auch hier den Spaten ansetzen und die Büsche entfernen. Schade, aber es war vorauszusehen.

30.05.2017

Es war ein Traumfrühling. Die Blüte war überragend und meine Iris haben traumhaft geblüht. Tatsächlich blühten Rosen und Clematis gleichzeitig – so bunt war mein Garten noch nie! Auch die späten Rhododendren haben meine alte Buchsbaumecke mit ihren kräftigen Farben aufgewertet. Durch die Hitze – es waren über 33 Grad – sind die Blüten schnell verwelkt. Das ist natürlich schade. Aber einen ganz perfekten Frühlingtraum wird es selten geben.


Die Sommerblumen kommen nun hoch und es wurde Zeit, alles Verblühte abzuschneiden. Bei den Akeleien schneide ich bodennah zurück, das bedeutet, alle Blätter werden mit entfernt. Bei den Pfingstrosen schneide ich die Samenstände immer etwas tiefer in den Busch hinein ab. Sodass eine schöne runde Form bleibt. Die Strauchpfingstrosen habe ich etwas ausgelichtet. Irissorten, die ich ausgrabe und verschenke habe ich gekennzeichnet und die bleibenden Sorten wurden von den abgeblühten Stängeln befreit.
Blüten an den Hostas sind schon zu sehen und ich freue mich über meine „Minis“. Sie entwickeln sich gut und legen ganz schön los.

Rosen und Mutterkraut – ein Lieblingsaragement von mir. Das gibt immer herrliche Gartenbilder.
Gaura
Wie eine Wiese sieht das violette, gelbe Beet zur Zeit aus. Die pfirsichblättrigen Glockenblumen, der Steppensalbei „Caradonna“, Lein, Margeriten geben dem Beet sein derzeitiges Aussehen. Es ändert sich aber von Woche zu Woche. Wenn das Mädchenauge und die verschiedenen Disteln aufblühen ist wieder ein neues Beet entstanden. Die gelben Rosen runden das Beet ab. Wieder habe ich von einem Gartenfreund vorgezogene und schon blühende Rittersporne erhalten, die ebenfalls in da blaue Beet anstelle eines Grases eingepflanzt wurden. Von weitem ist dieses herrliche Blau zu sehen. Sie brauchen jetzt Dünger und Wasser und natürlich eine gute Stütze.
Dennenlohe





 









Bei den Dennenloher Gartentagen habe ich
Dennenlohe
roten, fast lachsfarbigen Rittersporn gesehen. Kräftige, große Pflanzen. War mir neu.
Das war übrigens eine wunderschöne Veranstaltung. Das großzügige Gelände war an diesem sonnigen Tag traumhaft. Besonders, wenn die Rhododendren blühen.