Samstag, 14. März 2015

Der Garten im Vorfrühling


20.02.2015


Kalte, klare  Nacht und blauer Himmel am Morgen. Allerdings zeigt das Thermometer Minus 4 Grad. Die Luft erwärmt sich rasch und so ist es ein herrlicher Vorfrühlingstag. Meine Winterlinge sind aufgeblüht und haben sich etwas vermehrt. Die kleinen Knollen werden von den Mäusen verschont und so können sich die Samen ungehindert im Garten ausbreiten. Da ich den Boden nicht bearbeite, nur das Unkraut herausziehe, wachsen die Sämlinge problemlos heran.
Meine Taglilien-, Iris- und Pfingstrosensamen habe ich auf dem Balkon der Kälte ausgesetzt und werde sie nun aussäen. Kaltkeimer oder Frostkeimer benötigen den Kältereiz (so ist es ja auch in der Natur). Ich werde die Samen jetzt einweichen, dann aussäen und am Küchenfenster aufstellen. Wenn sie gekeimt haben und wachsen, kommen sie ins Beet. Allerdings braucht es Jahre, bis sie blühen. Trotzdem ist es interessant. Meine zahlreichen Sorten haben sich durch die Schwebfliegen bestimmt gekreuzt und vielleicht kommen ganz neue, traumhaft schöne Blüten heraus. Mal sehen.

Kaltkeimer können aber auch ganz anders behandelt werden. Erst aussäen, im Zimmer aufstellen und dann den Kältereiz im Freien. Man muss probieren.

Meine weiteren Aussaaten kommen erst Ende März an die Reihe, das reicht immer gut. Sonst habe ich wochenlang in der Küche meine Saatkisten herumstehen. Am liebsten sind mir die Samen, die ich direkt ins Beet werfen kann. Das mache ich aber auch erst Ende März.

26.02.2015

Ein sonniger Tag, kein Wind, die Temperaturen über 10 Grad Plus, da muss ein Gartenrundgang eingeplant werden. Im Auto hatte ich noch die gebastelten Gartenkugeln aus frisch geschnittenen Rebenzweigen, die brauchen auch einen Platz im Garten.
Ich habe die Wasserzisterne angeschlossen, falls es doch mal kräftig regnet, die abgeworfenen Walnusszweige aufgesammelt und in den Rebwurzelzaun gesteckt. Die Vögel knabbern nun doch kräftig an den Futterringen und Nusssäckchen herum und warten schon im Gebüsch ab, wann ich endlich wieder den Futterplatz verlasse. Kaum bin ich im hinteren Gartenbereich angekommen, stürzten sie sich auf das Futter.

Die Austriebe des Flieders und der Rosen sind deutlich angeschwollen, der Rosenschnitt muss eingeplant werden. Hornspäne habe ich verstreut. Die Pfingstrosen spitzen frech aus dem Boden und bei den Narzissen ist die gelbe Blüte zu erahnen. Durch den üppigen Regen sehen auch die Rhodobüsche und deren Knospen super aus.

6.3.2015

Ich glaube, der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten. Im Bürogarten habe ich die restlichen Stauden abgeschnitten und noch ein paar Sträucher ausgelichtet. Am Samstag verteilen wir wieder Rindenmulch auf die Beete. Fleißige Helfer stehen zur Verfügung.

Bei den Narzissen ist die Blüte zu sehen, die drumherum gepflanzten Primeln blühen bereits. Krokusse, die unermüdlichen Alpenveilchen, Lenzrosen und die langsam abblühenden Schneeglöckchen bringen ordentlich Farbe in die platten Beete. Das Laub der Elfenblumen und das der Christrosen habe ich entfernt, ebenso wurden bei einigen Farnen die braunen Wedel abgeschnitten. Der violette Küchensalbei musste auch ein paar Zweige einbüßen, wird aber zuverlässig nachtreiben. Der Duft der Blätter hat bereits an den Sommer erinnert. Einige Rosen wurden zurückgeschnitten, aber etwas zaghafter als sonst. Jetzt treiben sie ordentlich durch und wetteifern mit dem Clematis.
Die Sternmagnolie ist noch sehr zurückhaltend, aber es ist ja auch erst Anfang März. Ich kann es kaum erwarten, dass es wieder duftet und die Beete durch das Höhenwachstum endlich Struktur bekommen.
Durch die Wühlmausattacken müssen im Steingarten ein paar Pflanzen ergänzt werden. Ende März Anfang April ist Pflanzzeit. Im Gartenteich regt sich noch keine Kröte. Die Laichzeit wird sich in diesem Jahr etwas verschieben. Die Nächte sind noch eisig.

Bei meinen Aussaaten regen sich schon die ersten Keimblätter der Agastachen. Diese Pflanzen sind für unsere heißen und trockenen Plätze im Garten ideal. Natürlich gibt es auch hier nicht unbedingt winterharte Sorten, die aber mit ihren herrlichen Farben auf jeden in den Garten gehören. Ich pflanze sie nach den Eisheiligen und so habe ich und die vielen Nektarsammler, meine Freude daran. Da die Agastachen auch zu den Kräutern und Teepflanzen gehören, muss man sich unbedingt mit diesen Pflanzen etwas mehr beschäftigen. Ich finde sie auch im Rosenbeet super, da sie sehr lange blühen. Wenn man Glück hat, versamen sie sich und habe so die Möglichkeit, weitere Lücken zu schließen. Eine weitere für mich neue Tee Sorte ist der Griechische Bergtee (Sideritis syriaca). Dem Tee werden auch viele Heilkräfte zugeschrieben. Durchlässiger Boden, trocken und sonnig, so sind die idealen Bodenverhältnisse. Die Pflanzen sind bestellt und werden in unseren Bürosteingarten Einzug nehmen. Jetzt ist auch Zeit, die ersten Blätter von Brennnesseln und vielen wilden Kräutern und „Unkräutern“ zu sammeln. Zubereitet im Salat oder Smoothies sind es wahre Vitaminbomben. Ungedüngter Gartenboden ist die Voraussetzung. Jetzt hat auch das Gartenschaumkraut seine Hochsaison. Es blüht jetzt schon und die Samen sind dann unglaublich schnell reif und bevölkern den Garten. Die Pflanze schmeckt hervorragend im Salat, oder einfach so beim Unkraut jäten J .
Ebenso wie das Gartenschaumkraut hat sich der Gundermann in unseren Gärten sehr verbreitet. Angeblich wurden die Samen durch Baumschulware eingeschleppt. Viele dieser Wildkräuter werden auch im Frühjahr zu einer Suppe verkocht, deren Grundlage Kartoffeln, Lauch oder Zucchini sind. Mittlerweile sind sehr viele Bücher mit Kochrezepten und Heilrezepten zu haben. Unsere Kräuterpädagogin, Claudia Nafzger, hat uns das aber schon vor vielen Jahren erzählt und uns von ihren verarbeiteten Kräutern in jeglicher Form probieren lassen. Oft sind auch die Samen oder Wurzeln in der Küche und in der Hausapotheke zu verwenden. Zusammen mit meiner Schwester habe ich in den Weihnachtsfeiertagen eine Beinwellsalbe hergestellt. Es war sehr lustig, als wir mit Spaten und Eimer in den Schnee bedeckten Garten nach den Beinwellwurzeln suchten. Eine aufwendige Geschichte. Wir haben auch ein paar Video Sequenzen gedreht und hatten viel Spaß. Die Salbe ist super gut geworden (wir können noch Döschen anbieten) und die Wirkung, was meine Schulterprobleme betraf, war überwältigend. Bei unserer fortgeschrittenen Fingerarthrose, scheint der Heilungsprozess etwas länger zu dauern. Aber wenigstens lassen die Schmerzen nach. Ich denke, man könnte hier wirklich Vieles ausprobieren. Medizin aus dem Garten. Ich freue mich auch jeden Fall auf meine frischen Kräutertees!

12.03.2015

Warme Tage, kalte Nächte mit Frost. Die Autoscheiben sind morgens gefroren. Die Staudenreste vom letzten Jahr habe ich abgeschnitten. Die großen Miscanthus Gräser machen am meisten Arbeit. Ruckzuck sind 2 große Gartenabfallbehälter gefüllt. Die Zisterne spendete die erste Kanne Wasser für die neue Clematis im Schattenbeet und meinen Düngergaben in Form von Hornspäne habe im ganzen Garten verteilt. Jetzt kommt noch der Rhododendron- und Rosendünger zum Einsatz. Der Rosenschnitt ist auch eingeplant. Da sollten die Nächte aber frostfrei sein. Eine Säge mit Teleskopstange wird in den nächsten Tagen geliefert und wird mir beim Astschnitt des unveredelten Kirschbaumes hilfreich sein. Dieser wird ganz und gar als Klettergerüst für die Ramblerrose „Unschuld“ und 2 Clematissorten genutzt. Alle Kletterpflanzen treiben kräftig durch und suchen sich den schnellsten Weg zum Kirschbaumwipfel. Jetzt kribbelt es schon kräftig in den Fingern, denn die neuen Rosen – ich hatte im Herbst zu wenig bestellt J J - sind schon geordert und mein Duftrosenplatz wird nun mit Traumrosen ergänzt. Wichtig sind auch die Begleitstauden zwischen den Rosen. Ich habe mich erstmal für ein kriechendes, niedriges Schleiherkraut entschieden sowie vor und zwischen den Kletterrosen am Zaun einen herrlichen Storchenschnabel eingeplant. In dem neuen Rosenbeet blühen bereits die Krokusse und die verschiedenen Aliumsorten treiben kräftig aus. Sobald ich die neuen Rosenbeete fertiggestellt habe, werde ich mit Rindenmulch abdecken, damit im ersten Jahr die Feuchtigkeit besser gehalten wird.

In meinen Komposttonnen ist schon reges Leben. Unglaublich wie der Inhalt zusammengesackt ist. Ich werde im Herbst den Kompost entnehmen und damit meine Rosen anhäufeln.

Die ersten Bienen und Hummeln sind unterwegs und freuen sich über den Nektar der Frühjahrsblüher.

Meine Hostatöpfe (ich muss sie unbedingt mal zählen) sind noch im Winterschlaf. Sie müssen von der Hostatreppe aufgenommen, die alten Blätter entfernt, evtl. umgetopft   wenn die Wurzeln aus den Töpfen quellen -, die Untersetzer platziert werden. Damit wären dann die Hostabänke für den Frühling Startklar! Sobald die Pflanzen ausgetrieben sind, mache ich eine Hostaschau

Ein großer Aufwand war die Dachrinnenreinigung des Gartenhauses. Viele Äste und Blätter des Walnussbaumes waren noch oben auf und verstopften die Regenrinne. Ich wünsche mir für dieses Frühjahr immer wieder mal einen kräftigen Regenschauer, damit die Zisternen Wasservorrat speichern können. Das letzte Frühjahr war so entsetzlich trocken.

Meine Aussaaten kommen nicht vom Fleck. Nur die Malven und Agastachen keimen, aber das wars auch schon. Mal sehen, ob meine Samen, die ich in England, im Whisley Garden Shop gekauft habe, überhaupt aufgehen.
Viele Samentüten sind noch im Schrank. Ende März haben diese Samen ihren Auftritt, denn sie kommen direkt in die Gartenbeete. Einfach mal so und schauen, was aufgeht. In diesem Jahr werde ich Setzlinge von Cosmeen und niedrigen Spinnenblumen kaufen. Die säen sich dann im Folgejahr von selbst aus und kommen zuverlässig. Als Aussaaten sind sie etwas heikel.

Ich freue mich, auch auf meine bestellten niedrigen Sommerflieder und auf zahlreiche Schmetterlinge.
Im letzten Jahr hatte ich sehr blühfaule Iris. Trotz Tomatendünger, der immer empfohlen wurde, blühten die Iris nur vereinzelt. Schade für die Traumsorten. Mal sehen, wie der Pfingstrosenpfad in diesem Mai aussehen wird.

Donnerstag, 5. Februar 2015

Der Garten im Winter


Nun wage ich es doch noch mal. Aufgrund der vielen Schwierigkeiten mit der Darstellung meiner Bilder hatte ich die Lust am bloggen verloren. Aber ich merke heute, dass sich in diesem Programm viel getan hat und ich werde wieder einsteigen.
Ich präsentiere heute im Anschluß meinen "Newsletter" an meine Gartenfreunde. In ähnlicher Form, werde ich mich monatlich - natürlich mit neuen Bildern - wieder melden.

Liebe Grüße
Ursula 

Der Garten im Winter


Liebe Gartenfreunde,

am 20. Dezember fotografierte ich meine herrlichen Schneeglöckchen unter den beiden Kugelahornen vor dem Bürogebäude.

Der zweite Weihnachtsfeiertag bescherte uns den ersten kräftigen Schneefall. Weiße Weihnachten und Winterfeeling. Endlich mal wieder.
Dazu kam noch die Kälte und ich hatte ein ganz schlechtes Gewissen: die Rosen waren noch nicht abgedeckt! Schlamperei. Das Fichtenbündel lag ordentlich auf dem Kiesweg im Garten und die Rosen mussten frieren. Doch Kälte und der Schnee wichen den Frühlingstemperaturen bis
15 Grad Plus, die aber am nächsten Tag dann wieder um 10 Grad sanken.


12.1.2015

Heute, am 12.1.2015, sind die Schneeglöckchen schon von Schnecken angefressen und die Narzissen spitzen mind. 3 cm aus dem Boden.
Aufgrund der milden Temperaturen, habe ich mich entschlossen, einen Gartenrundgang zu unternehmen. Im Bürogarten blühen herrlich die Alpenveilchen und die Lenzrosen zeigen Blütenansätze. Wieder sind Hügel von Wühlmäusen zu erkennen, sie machen keine Winterpause! Wir werden wieder eine Strichliste der gefangen Übeltäter erstellen.

Jetzt war ich doch auf meinen neuen Garten gespannt, da der Walnussbaum bei Sturm sehr viele dürre Äste verliert und das Walnusslaub noch auf dem Gartenhausdach lag.

Tatsächlich, der Sturm hat ganze Arbeit geleistet. Die Blätter wurden fast restlos weggeblasen und unzählige abgebrochene Äste lagen im ganzen Garten verstreut. Zunächst habe ich die Rosen abgedeckt!! und leckere Meisen Knödel aufgehängt und Körner für meine Vögel in das Bord für meine Minihostas gestreut. Ein paar „Rost-Eiskristalle“, auf dem wunderschönen Weihnachtsmarkt in Castell, Weinfranken, erstanden, zieren nun die Rosenstäbe.

Tatsächlich spitzen aus den Beeten die ersten Blüten hervor und das Gärtnerherz schlägt
höher. Schneeglöckchen, Alpenveilchen, Lenzrosen (nur Blütenansätze zu sehen), Primeln und eine blaue Traubenhyazinthe zeigen Farbe. Nun traue ich meinen Augen nicht: die neugepflanzten Ableger einer Clematis Sorte von meinem Gartenfreund treiben aus! Wenn das die Schnecken mitkriegen!

13.1.2015


17,4 Grad Plus! Ein Frühlingstag. Keine Wolke am Himmel, der ideale Gartennachmittag. Doch Zurückhaltung ist angesagt, die vorgenommenen Arbeiten in der Wohnung (Schränke, Schubladen etc. warten auf eine intensive Zuwendung J) müssen erledigt werden.

Allerdings sind schon wieder kältere Temperaturen in Sicht und das ist auch gut so.

In den Internetshops der Staudengärtner sind bereits die Neuheiten aufgelistet, zum Teil auch schon mit Bildern.

30.1.2015

Ein kurzer Rundgang im Bürogarten musste sein, denn die Zaubernuss ist aufgeblüht. Wie immer ein Hingucker. Unser Strauch ist nun schon über 20 Jahre alt und wurde fast nicht geschnitten. Ein oder zwei Äste wurden ganz herausgenommen, in der Höhe aber nicht  verändert. Es gibt aber nicht nur gelbe Blüten, die ganze rot-gelbe Palette steht zur Verfügung. Ich würde diesen Strauch solitär pflanzen, damit er gut zur Geltung kommt.

Natürlich sind die Alpenveilchen immer noch mit ihren kräftigen Blüten präsent und die Schneeglöckchen runden das Bild wie immer ab. Ich glaube, diesen Satz schreibe ich jedes Jahr im Januar und Februar. Aber das Farbenspektakel ist unglaublich und macht Laune auf die bevor stehende Gartensaison. Wer also einen sonnigen oder auch halbschattigen Platz hat, der vielleicht im Winter vom Fenster aus gut eingesehen werden kann, sollte die Pflanzstelle mit Sand und Splitt „abmagern“ und mit der Pflanzung der verschiedenen Alpenveilchen beginnen und im Herbst verschiedene Schneeglöckchen dazu setzen. Schneeglöckchen möchten gerne einen humosen Boden. Das habe ich aber noch nie bewusst umgesetzt. Unsere großen Horste stehen im Bürogarten unter den großen Kugelahornen. Ohne Dünger, ohne Beachtung und schauen traumhaft aus. Spaziergänger, schneiden regelmäßig ihre Sträußchen. Natürlich darf der „Elfenkrokus“ bei der Gestaltung nicht fehlen, der sich im Februar schon vorwitzig zeigt und sich reichlich versamt. Er ist aber auch schnell wieder verschwunden. Elfenhaft – wie der Name schon sagt. Winterlinge sollten wir auch nicht vergessen, sie gehören einfach dazu, sobald es ein paar warme Grade im Februar hat. Hier gibt es auch verschiedene Sorten!

Also, wer noch Platz im Garten hat, sollte sich eine Zaubernuss zulegen, darunter Alpenveilchen, Krokusse, Winterlinge und Schneeglöckchen pflanzen und zur Blütezeit immer wieder schwärmen und fotografieren.

5.2.2015
Es ist wieder ordentlich kalt geworden. Vorgestern hatten wir Vollmond und nachts fiel das Thermometer auf Minus 7 Grad. Die Windschutzscheibe meines Autos war abgedeckt und 20 Minuten bevor ich zur Arbeit fuhr, legte ich noch 2 Wärmflaschen auf das Armaturenbrett. Das wirkte Wunder.
Jetzt muss das Vogelfutter wieder aufgefüllt werden, aber ich habe den Eindruck, dass die Vögel ihre Futterplätze gar nicht so oft besuchen. Die Meisen-Knödel sind regelrecht zerfetzt. Das bedeutet, die großen Rabenvögel haben mit ihren spitzen Schnäbeln ganze Arbeit geleistet. Bei uns sind sie in sehr großen Schwärmen das ganze Jahr über unterwegs.
Sie durchwühlen auch die öffentlichen Papierkörbe und holen alles Essbare heraus. Das machen sie ganz geschickt.

Der Februar ist die Zeit, alle bevorstehenden Gartenarbeiten zu überdenken und auch Pflanzenwünsche aufzulisten. Ich bestelle gerne frühzeitig und lasse dann die Pflanzen im April anliefern.

Pfingstrosenweg
Ich habe mich entschlossen, klein bleibende Sommerfliedersorten am Zaun hinter  meinen Pfingstrosen zu pflanzen und bin noch unentschlossen, was ein paar Begleitpflanzen angeht. Sie sollten bis in den Spätherbst blühen, damit der Pfingstrosenweg im Sommer aufgewertet wird. 

Im März stehen folgende Arbeiten an: Startdüngung, Rosenschnitt und endgültiger Rückschnitt der abgeblühten Stauden. Bei den frostempfindlichen Stauden, warte ich noch ab. Man muss auch sehen, wie die Wetterentwicklung im März voranschreitet.

Ich werde immer nach dem Rückschnitt vom Lavendel gefragt. Lavendel gehört zu den Halbsträuchern. Da sie verholzen, meide ich einen Rückschnitt im März. Ich schneide ganz kräftig im August nach der Blüte zurück und da ich nur niedrige Sorten verwende, brauche ich nur einmal im Jahr schneiden. Das mache auch beim Salbei, Thymian, Ysop und Bohnenkraut so. Bei Kräutern ist die Erntezeit der richtige Zeitpunkt die Pflanzen in Form zu schneiden.

Sträucher, die im Frühjahr blühen, sollten gleich nach der Blüte zurückgeschnitten oder ausgelichtet werden. Die sommerblühenden Sträucher können nun auch (falls noch nicht geschehen) geschnitten werden. Viele Sträucher und Bäume sind ohne Blätter einfacher zu schneiden. Da wäre jetzt der Februar ein guter Termin. Bei den Clematis werden jetzt  nur die Sommerblüher geschnitten. Die Frühjahrsblüher muss man aussparen – nach der Blüte wäre die ideale Zeit um zurückzuschneiden oder auszulichten.

Wer möchte, kann auch Anfang März das Abmulchen der Beete einplanen und gleich die Düngung und auch Kalkung (geperlter Kalk)  und evtl. einen Bodenverbesserer unter den Mulch ausbringen.  In meinem neuen Garten benutze ich nur noch rein organischen Dünger. Da der Boden durch das viele Blaukorn, gestreut von meinem Onkel - der es immer ein bisschen zu gut meinte, gelitten hatte und ich fast keine Lebewesen bei der Gartenlage im Boden vorfand, habe ich mich umgestellt. Deshalb entscheide ich mich nur noch für organischen Dünger bzw. bringe meinen eigenen Kompost aus.
Im Bürogarten nehme ich einen 10 Liter Eimer mit Hornspänen und 2 Hände voll Blaukorn. Das reicht aus. Da hier immer noch kräftig mit Rindenmulch (braucht Stickstoff zum Abbau) abgedeckt wird, verwende ich reichlich geperlten Kalk (den gibt es auch beim Discounter – bei Kalk kann man nichts falsch machen). Bei sandigen Böden ist von Kalk abzusehen.
Nun, die Arbeiten sind geplant, die Bestelllisten erstellt – der Frühling kann kommen.


Dienstag, 18. Juni 2013

April 2013

Der Frühling startet erst Mitte April. Zwar gab es Anfang März ein paar warme Tage,  in denen ich gleich die Startdüngung und dem letzten Rückschnitt der Stauden erledigt habe. Dann kehrte der Winter mit Schnee und Regen zurück. Erst am 14. April ging die Gartensaison so richtig los, mit fast einem Monat Verspätung. Es gab Temperaturen von fast 26 Grad. Die Narzissen verblühten, bevor sie sich so richtig geöffnet hatten. Immer wieder Regen, der das Wachstum der Stauden so richtig in Schwung brachte. Meine Rosen hatten alle noch ihre alten Blätter und wurden gleich beim Rückschnitt mit entfernt. Die bestellten Pflanzen sahen ganz traurig aus und bei einigen Töpfchen war kaum oberirdisch ein Austrieb zu sehen. Etwas enttäuscht ließ ich die Pflanzen noch über eine Woche in den Töpfen stehen, aber es wurde wieder etwas kälter und das Einsetzen zog sich hin. Jetzt ist alles in den Beeten eingesetzt und wächst fleißig in die Höhe. Alle Kübelpflanzen sind mittlerweile im Freien, wurden zum Teil umgetopft und noch einiger Zeit, werde ich auch die Düngung vornehmen. Die Hostas sind ausgetrieben und geben dem Topfgarten endlich wieder Struktur.
Der viele Regen hatte auch seine Vorteile: Regenwasser konnte reichlich aufgefangen werden. Heiße und trockene Sommer sind immer ein Problem, wenn nur Regenwasser genutzt werden kann. Meine meisten Pflanzen werden nicht gegossen. Nur zur Pflanz- und Anwachszeit kommt das wertvolle Naß zum Einsatz. Meine Rhododendren und Astilben wollen aber immer gut mit Wasser versorgt werden.
Durch den milden Winter haben auch alle Gauras und Verbenen überlebt und ich bin nicht auf die Sämlinge vom letzten angewiesen. Das üppige Wachstum, das sich jetzt im Garten zeigt, ist natürlich eine Freude. Ich liebe üppiges Grün. Dazwischen die roten Tulpen, wilde Vergißmeinnicht, die abblühenden Primeln und die Vorfreude auf Alliumkugeln lassen mein Herz höher schlagen.Vielleicht blühen die ersten Rosen zusammen mit den Pfingstrosen. Lassen wir uns überraschen. Die ersten 14 Tage Frühling bis zu 1. Mai habe ich in einem Video zusammengefasst:



Ich freue mich auf die nächsten Mai Wochen.



Pfingstrosen, Iris und Rosen



Den Amseln schmecken die ersten reifen Kirschen, der Sommer ist angekommen. Pfingstrosen und Iris sind abgeblüht und an den ein- und zweijährigen Begleitpflanzen reifen die Samen. Nachtviole- und Akeleisamen kommen in meine Samentüten.



Damit keine Blühlücken entstehen, haben sofort die Rosen mit ihren Begleitpflanzen das Zepter übernommen. Die Jungfer im Grünen, Glockenblumen und Margariten, Sterndolde und der fantastische Rittersporn haben sich die Pflanzlücken zwischen den Rosenbüschen erobert und blühen überreich. Natürlich zieht auch der Frauenmantel die Beetkanten mit seinen gelb-grünen Blütchen alle Blicke auf sich.
Kletterrosen sind immer ein Traum, wenn sie den richtigen Platz haben und sich ausbreiten dürfen. Aloha, New Dawn, Erinnerung an Brod und Laguna zeigen ihre Wuchskraft an der „Gartenrückwand“ und blühen fantastisch. (Dem vielen Regen sei Dank!) Jetzt schlingen sich an dem weißen Rosenbogen alle Clematissorten empor um in Konkurrenz zu treten. Der kleine Kirschbaum (eigentlich als Klettergerüst gedacht) hat neue Bewohner: die dunkelvioletten Clematis und die neue Ramblerrose „Unschuld“ klettern um die Wette. Ich möchte in diesem Jahr von meinen Ramblerrosen im Bürogarten Stecklinge schneiden (das geht bei Kletter- und Ramblerrosen besonders gut) um diese herrlichen einmal blühenden Rambler in den neuen Garten zu holen. Einen Versuch ist es wert. Ein guter Zeitpunkt ist Ende Juni und der Juli.




Der Rhododendron bekam seine Pflege in Form von Dünger und Entfernen der Blütenstände, die nun alle verblüht sind. Ein Kissenrhododendron steht noch auf der Erledigungsliste. Als Einrahmungspflanze hatte ich die Schleifenblume gewählt und nach der Blüte bis auf ca. 5 cm radikal zurückgeschnitten. Nun treibt sie willig wieder durch und wird in einem dunkelgrünen Blattgewand ihre immergrüne Schönheit präsentieren. Ein paar Körner Kalk können hier nicht schaden, denn der saure Boden, der in diesem Beet vorherrscht, ist nicht ganz so ideal.




Die abgestorbene, winterharte Fuchsie habe ich durch eine Krötenlilie ersetzt, die sich wunderbar entwickelt. Etwas Schneckenkorn drum herum muss sein.
Ganz erstaunt stelle ich fest, dass sich die ersten Hostablüten zeigen. Es wächst alles im Eiltempo, man kann kaum durchschnaufen. Sogar der Phlox zeigt Farbe und die hochgeschossenen Verbenen wollen auch schon mitreden. Taglilien schieben ihre Blütenstängel aus dem sattgrünen Laub. Verschiedene Heucheras habe ich vor die Taglilienbüsche gepflanzt und hoffe auf das gewünschte Ergebnis. Sobald die Blüte vorbei ist, lässt auch das Laub zu wünschen übrig. Die Heucheras sollen diesen nicht ganz so optimalen Anblick etwas verbergen. In diesem rot-rosa Sommerbeet entwickeln sich die Stauden traumhaft. Bis auf die weißen Herbstanemonen, die kommen nicht in Fahrt. Ich habe sie gerne als Farbausgleich zu den vielen Rottönen.
In diesem Beet blüht die wunderbare Hochstammrose „Marie Curie“. Sie bekommt auf jeden Fall im Herbst ein Namensschild, zum Dank ihrer traumhaften Blüten.




Einen Schleihereffekt bietet das Mutterkraut. Da es sich fleißig aussät, kann man ganz gut bestimmen, wo es blühen soll. Am besten da, wo Lücken zwischen höheren Stauden oder Rosen sind.
Der Buchsbaumzünsler hat sich zunächst mal verabschiedet, nach dem ich ein Spritzmittel gekauft, aber noch nicht eingesetzt habe. Auch gut. Warten wir auf die nächste Population.
Neue im Frühjahr eingesetzte Stockrosen wachsen nicht vom Fleck. Etwas Flüssigdünger sollte helfen. Mal sehen. Auch der Rittersporn und die Topfagapanthus sowie die Kapuzinerkresse im Topf werden jetzt mit dem Dünger unterstützt. Hoffentlich halten sich die Gewitter mit ihren angekündigten Unwettern im Zaum. Das wäre wirklich schade, wenn diese Blütenpracht vernichtet wird.


Der gelbblättrige Majoran hat dieses Jahr richtige Büsche hervorgebracht und füllt die Lücken zwischen den lachsfarbigen Rosen. Ich muss ihn abernten und trocknen, denn Majoran ist bei mir in der Küche gefragt. Ein paar Teilstücke kommen im Herbst zu den neuen gelben Rosen. Die Thymiansorten sind alle in voller Blüte und die Insekten können gar nicht genug vom Nektar bekommen. Sobald er abgeblüht ist, muss er zurückgeschnitten werden.




Das blau-weiße-gelbe Beet ist mein ganzer Stolz. Zur Zeit blühen noch die Margariten und üppige blaue Glockenblumen. Sogar der Lavendel, als Randbepflanzung wird bald aufblühen. Der sehr heiße Standort und ein nicht so optimaler Boden ist für viele der dort platzierten Pflanzen eine Herausforderung. Aber die Frühjahrsfeuchtigkeit hat einen entscheidenden Wachstumsschub ermöglicht. Der dunkle Salbei und mein Lieblingsstorchenschnabel blühen mit den Glockenblumen um die Wette.

Sonntag, 26. Mai 2013

25. Mai 2013

Am Samstag war ein guter Gartentag. Ich konnte viele Dinge im Garten erledigen, ohne Regen, Wind und Kälte. Leider sind die Staudenpfingstrosen immer noch nicht aufgeblüht. Nachtviolen, Akeleien und Wiesenmargarete sind die Hauptblüher. Die späten Kissenrhododendren und Azaleen zeigen ihre makellosen Blüten.
Rosenknospen und Frauenmantel warten nur noch auf die wärmenden Sonnenstrahlen. In diesem Jahr werden alle Spätfrühlingsblüher zusammen mit Rosen und Begleitpflanzen ihr Farbenspiel präsentieren. Man darf gespannt sein. Zwischen den Rosen sind die Storchschnäbel zu riesigen Büschen geworden und füllen die Lücken wunderbar aus. Die erste Buchsbaumzünslerraupe habe ich auf der niedrigen Hecke entfernt und hoffe, dass der riesige Buchsbaum nicht auch noch befallen wird. Das wäre sehr schade, denn er trennt den Schattensitzplatz unter dem Walnussbaum und den Arbeitsplatz mit Wassertonne wunderbar ab. Sollte er entfernt werden müssen, darf ich mir etwas einfallen lassen um diese Lücke zu schließen. Die folgenden Bilder zeigen die gestrige Gartensituation. Heute ist es schon wieder regnerisch und unter 10 Grad Celsius. Ein ungemütlicher Sonntag.



Mittwoch, 22. Mai 2013

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Das Gartenjahr geht zu Ende

Ein heißer, trockener Sommer hat den Garten in Streß versetzt. Neu gesetzte Stauden mußten kontinulierlich gegossen werden. Auch Rhodos und andere Flachwurzler litten unter dem Wassermangel. Mitte Juli gab es endlich Regen und die Pflanzen kamen in Schwung. Die Taglilienblüte war wunderbar und viele neue Sorten konnten ihre Blüten zeigen. Es fehlten mir die passenden Begleitpflanzen, da muss ich im Frühjahr nachlegen. Rotblättrige Heucheras würden gut passen. Die Büsche sehen immer ordentlich aus und die Farbe harmoniert mit meinen Taglilien. Der weiße Staudenphlox war besonders schön. Ich habe beim Austrieb jeden zweiten Trieb eingekürzt und konnte so die Blüte ziemlich lange heraus ziehen. Auch der Sonnenhut hat fleißg geblüht. Der August war wieder schrecklich heiß und der fehlende Regen ließ das Wachstum stocken. Die Pflanzen sahen ziemlich mitgenommen aus und ich habe nur dort gegossen, wo unbedingt notwenig. Das ganze Gartenbild hatte seine Üppigkeit verloren und viele Stauden verblüten schnell. Die Rosen kamen auch nicht mehr zur Blüte, alles hielt sich zurück und wartete auf Regen. Der im Frühjahr ausgebrachte Rindenmulch hat Schlimmeres verhindert. Der Boden war knochenhart geworden. Auch der September blieb heiß mit wenigen Ausnahmetagen. Abkühlung und Regen dann im Oktober. Die Rosen sind derartig gewachsen, dass ich mit anbinden der Kletterrosen gar nicht mehr nachgekommen bin. Viele Strauchrosen blühen jetzt noch und haben viele Knospen. Im Großen und Ganzen bin ich mit dem heißen Sommer nicht zufrieden gewesen, was den Garten betrifft Dafür hatten wir keinen Hagel und keine Starkregengüsse. Jetzt blühen noch herrliche Asternbüsche in vielen Farben. Gaura und Verbenen halten die Stellung zwischen Gräsern und und Rosen. Meine Wasserreserven habe ich Gießkanne für Gießkanne auf die Beete gegossen um in den ganz trockenen Gartenbereichen noch Feuchtigkeit nach zu liefern. Jetzt fallen die herbstlich gefärbten Blätter der Bäume und ich bin ständig mit dem Rechen unterwegs. Der Nußbaum liefert auch nur Herbstlaub, die Nüsse sind im Gegensatz zum letzten Jahr sehr rar. Eigentlich schade.
Damit ich mich im Frühling über meine Zwiebelpflanzen freuen kann, habe ich noch Narzissen und botanische Tulpen eingesetzt. Auch Alliumsorten wurden zwischen die Pfingstrosenbüsche gepflanzt. Jetzt fehlen nur noch die bestellten Rosen, dann kann der Spätherbst kommen. Astern und Fette Henne schneide ich erst im Frühjahr. Alle abgeblüten Stauden habe abgeschnitten und ausgeputzt. Die Herbstarbeiten sind fast erledigt. Die Kübelpflanzen sind im Haus und die Aufräumarbeiten nehmen auch ein Ende. So wie das Gartenjahr.