Sonntag, 30. Mai 2010

Wonnemonat Mai - zu kalt

Regen, Kälte sogar Hagel, haben uns im Mai die Gartenlust genommen. Oft nur ein paar Stunden Gartenarbeit und schon kamen wieder Regentage und kalte Nächte. Bei den Pfingstrosen hat sich sogar eine Welke breit gemacht, der ich mit herausreißen der befallenden Stängel entgegenwirken mußte. Ein Spritzmittel gegen Grauschimmel wäre angebracht, so ein Gartenfreund. Ich habe die herausgerissenen Stängel im Hausmüll entsorgt und meine Gartenhandschuhe desinfiziert. Ein neuerer Befall ist bis heute nicht auszumachen. Der Hagel hat meine Hostasammlung durchlöchert. Auch bei den Rosen zeigen sich Knospenverkrüppelung durch Schädlinge. Trotzdem präsentiert sich der Garten im Gesamtbild sehr üppig - nur die Blütezeit ist etwas in Verzug. Das bedeutet, dass Rosen und Pfingstrosen fast wieder gleichzeitig ihren Gartenauftritt geplant haben. Auch mein "Durchgangsbeet" sieht sehr üppig aus. Hier habe ich ein- und zweijährige Beetpflanzen eingesetzt und bediene mich dann der Samen und Sämlinge für meine Staudenbeete. Gerade blüht die weiße Nachtviole und verzaubert den Gartenrundgang mit ihrem Duft.

Sonntag, 18. April 2010

Frühling pur

So lieben wir den Frühling. Farben, Duft und das herrliche Grün lösen diesen langen und kalten Winter ab. Verluste im Bereich Rosen und Stauden müssen wir hinnehmen, aber der Narzissenrausch tröstet uns über alle Schäden hinweg. Die Hängezierkirsche blüht überreich und alle Sternmagnolien haben auch die kalten Frühlingsnächte gut überstanden. Die Eidechsen sonnen sich auf den Mauern und in den Bäumen und Hecken sind die Vögel mit ihrer Brut beschäftigt. Eine Elster hat sich mit einer Feldkrähe in der Luft bekriegt und es liegen immer wieder Federn in den Beeten. Die Kaulquappen sind im Teich unterwegs und schaben den Algenbewuchs von den Steinen. Dicke Hummeln taumeln von Blüte zu Blüte.



Jetzt wird es Zeit allerhöchste Zeit die Beete zu kontrollieren, ob noch Pflanzen eingefügt werden müssen, oder steht das Teilen von großen Horsten an? Viele Pflanzen, darunter auch Astern, sollten so verjüngt werden. Sie wachsen und blühen danach besser. Neu gepflanzte Rhodos sollten 2 - 3 Wochen nach der Pflanzung mit einem speziellen Dünger versorgt werden. Bitte beim Düngen sparen! Die Hostas treiben aus und damit ist auch wieder die Schneckengefahr groß und so bleibt uns der Einsatz von Schneckenkorn nicht erspart. Alle Farne rollen ihr Blattwerk ordentlich aus und der tägliche Fortschritt ist gut sichtbar. Besonders freut mich, dass das Sämlingsbeet ordentlich Nachwuchs produziert hat und nun werden die Jungpflanzen in den Garten umgesetzt und erfreuen uns einen ganzen Sommer lang. Pfingstrosen schießen in die Höhe und schon jetzt habe ich mein Lieblingsgartenbild vor Augen. Die Blütezeit wird sich in diesem Jahr etwas verschieben.

Clematis und Rosen sind die Sorgenkinder. Rechtzeitig ausgegrabene Sorten konnte ich durch umsetzen in den neuen Staudengarten hoffentlich retten. Kaum noch Wurzelwerk vorhanden, treiben sie jetzt brav aus und ich hoffe, sie überstehen den Wühlmausangriff und bilden neue Wurzeln aus. Ich habe diese Rosenstöcke nun mit einem Pflanzenstärkungsmittel behandelt. Man darf gespannt sein.

Abgeblühte Narzissenköpfe werden entfernt aber das Laub noch bis Juni verschont. Viel Freude machen mir meine Christrosensämlinge, die in diesem Jahr fast alle geblüht haben. Nun entwickeln sie wieder Samen und die Vermehrung geht seinen Gang. Die Samen der Alpenveilchen schleudern durch die Luft und auch hier freue ich mich über die flächige Verbreitung. Etwas Kalk wird jetzt in dieses Beet gestreut. Zur Freude von Christrose und Alpenveilchen. Das normale Gartenveilchen ist überall zu finden, auch in den Farben weiß und rot. Blaukissen, Kissenphlox und Steinkraut haben jetzt Hochsaison und begleiten zusammen mit den Kissenprimeln Narzissen und Tulpen. Unter den Bäumen habe ich weiße, blaue und gelbe Buschwindröschen gepflanzt und nun ist es ein richtiger Teppich geworden.

Dienstag, 23. Februar 2010

Frühling in Sicht?

Kann man den Frühling schon sehen?

Angeblich könnte man ihn schon riechen. Ein Blick in den Garten lässt die Augen strahlen: die Zaubernuss zeigt ihr gelbes Kleid. Immer wieder faszinierend, wie sich dieser Strauch im Februar präsentiert. Mein Knusperherz für die Vogelschar wird gar nicht beachtet, wahrscheinlich habe ich nicht den Geschmack unserer gefiederten Freunde getroffen.
Alpenveilchen und Schneeglöckchen blühen schon seit Wochen.
Unsere japanische Hängezierkirsche wurde fachgerecht gestutzt und ein paar Zweige in die Vase gestellt. Bis zur Blüte im Garten vergehen noch ein paar Wochen.
Eisschollen bedecken noch den Teich und freuen sich auf hungrige Sonnenstrahlen, die sie ganz verschwinden lassen. Der japanische Schlitzahorn am Teichrand musste ebenfalls ein paar abgestorbene Äste hergeben, wird aber im Großen und Ganzen von der Schere verschont. Ebenso sollte die Zaubernuss nicht geschnitten werden. Diese 20- jährigen Gehölze bekommen immer mehr Struktur und jetzt bin ich froh, dass wir sehr sparsam mit der Pflanzung von Bäumen und Großsträuchern umgegangen sind.
Ich denke, wir können in der nächsten Woche mit dem Rosenschnitt beginnen, aber dazu sollte der Rasen trockener sein.

Am Hangbeet spitzen alle Frühlingszwiebeln deutlich heraus. Jetzt werde ich die Startdüngung einplanen, damit beim nächsten Regen und Sonnenschein, die Pflanzen über genügend Nahrung verfügen.
Ziemlich struppig sehen alle größeren Salbeibüsche und Wolfsmilchgewächse aus. Hoffentlich ist kein Ausfall zu befürchten, das wäre sehr traurig. Farne, Gräser und die Elfenblumen müssen ausgeputzt und alte, unansehnliche Blätter abgeschnitten werden. Alle dürren Gräser, Astern, Verbenen (hoffentlich haben sie sich gut ausgesät) und Gauras werden mit der Staudensichel bodennah abgemäht. Das geht jetzt im Frühjahr ganz leicht. Lavendel und Bartblumen kommen erst in 4 Wochen dran. Allerdings beträgt der Schnitt nur ein Drittel.
Die Teppichglockenblumen wurden schon wieder ganz schrecklich von den Mäusen zerzaust. Gerade in dem vorderen Beet haben die Mäuse zwei immergrüne Spindelsträucher abgenagt und mussten entfernt werden. Mal sehen, wo die Wühlmäuse wieder zuschlagen. An der Rose „Heritage“ sind schon wieder Verwerfungen zu sehen. Da muss ich bald wieder mit Mohrrübe und Falle anrücken um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Im Herbst hatte ich zwar Jagderfolge zu verbuchen, aber ich denke, das war ein Tropfen auf den heißen Stein.

Der heutige Spruch lautet: Die Gartensaison ist eröffnet.

Montag, 14. Dezember 2009

Frohe Weihnachten

Liebe Gartenfreunde, endlich ein paar Zentimeter Schnee - der Winter kommt und nun zieht Ruhe in den Garten ein. Die Frühlingszwiebeln spitzen hervor und so manche ragt schon mit 10 cm aus dem Boden. Der Winterjasmin bringt wieder wochenlang Farbe an die Betonwand. Was machen die Wühlmäuse? Leider gingen nur 2 in Falle und ich konnte sie nicht einmal mehr mit Biokarotten locken. 3 Strauchrosen wurden wieder abgenagt - das Rosenbeet am Zaun ist keine Zierde mehr. Sogar die herrliche Strauchrose "Heritage" wurde unterhöhlt und ist stark beschädigt. "Big Purple" mit ihrem kräftigen, dunklen Pink wird uns fehlen. Ein neues Pflanzenkonzept muss her. Hohe Gräser, die ich mir hier gut vorstellen kann, werden genauso gerne angenagt wie die Rosen. Soll ich es mal mit Hibiskus probieren? Diese Sträucher sind bisher vom Mäusefraß verschont geblieben. Rasenmähen stand noch auf dem Programm, aber der Boden war ständig nass. Alle Gartenteile sind für den Winter gerüstet. Ein paar Fichtenzweige müssen noch um die restlichen Rosen - eigentlich nur ein Schutz gegen die eiskalten Winde. Im warmen Zimmer blühen unsere Orchideen wunderbar und zeigen sich wirklich von ihrer schönsten Seite. Ein Blütenmeer auf der Fensterbank. Die Diashow hat den Namen: Orchideen im Advent


Schnell werden die Tage bis zum Fest vergehen, noch ein paar Vorbereitungen, Weihnachtspost und all die Kleinigkeiten die wir nicht vergessen dürfen. Auf der Checkliste fehlen noch ein paar Haken.
Ich wünsche uns allen ein harmonisches, besinnliches Weihnachtsfest und im neuen Jahr viel Freude in unserem Garten, ein Jahr ohne Unwetter und Katastrophen, Gesundheit, Zufriedenheit und weiterhin einen grünen Daumen.

Donnerstag, 5. November 2009

"Und plötzlich weißt du, es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen."



Meister Eckhart (1260 - 1328)

Montag, 28. September 2009

Herbsttage

Ein sehr trockener Herbst macht uns im Garten Probleme. Seit Wochen hat es nicht mehr geregnet und ich musste bereits mit dem Gartenschlauch nachhelfen. Zahlreiche Pflanzen trauern und brauchen unsere Hilfe. Regen ist nicht in Sicht. Auch die Grabearbeiten sind fast unmöglich, der Boden ist wie Beton.
Im Kiesgarten haben alle Alpenveilchen viel Blattwerk entwickelt und jetzt sieht man ganz deutlich, wohin all die Samen gesprungen sind. Nebenan blüht Sternbergia, der Goldkrokus, der aber zu den Amaryllisgewächsen gehört, wunderbar gold gelb. Eine kleinblütige gelbe Taglilie ist aufgeblüht und begleitet die niedrige, pinkfarbene Herbstanemone. Jetzt sind alle Astern auf dem Punkt und schon wieder summt und brummt es in allen Beeten. Zusammen mit den verschiedenen Sedumarten, Gräsern und den Agastachen sieht der herbstliche Garten wieder sehr stimmig aus. Auch die Rosen wollen die warmen Herbsttage genießen und zeigen sich von der schönsten Seite.

Jetzt wird der Kompost geleert und durchgesiebt und auf die abgeschnittenen Pfingstrosenhorste aufgebracht werden. Sobald das Hostabeet den ersten Frost abbekommen hat, ist auch hier gute Komposterde gefragt. Gerne warte ich damit, bis alle Blätter vom Judasbaum auf dem Beet liegen. Anschließend könnte noch Rindenmulch aufgebracht werden um.

Das Irisbeet wurde ordentlich ausgeputzt und die Wühlmausspuren mit einem Erdesandgemisch beseitigt. Die einjährigen Zwischenpflanzen haben sich ausgesät und treiben schon ordentlich in die Höhe. Hier wieder ein paar Bilder als Diashow.


Mittwoch, 2. September 2009

Letzter Augusttag 2009

Ein Gartenspaziergang mit Schere, Unkrautmesser und Gießkanne ist umständlich. Immer braucht man eine Ablage für das eine oder andere Utensil. Da ist bei schräg stehender Sonne der Fotoapparat der bessere Begleiter, um auch gleich die Atmosphäre im spätsommerlichen Garten einzufangen. Der erste Blick fiel auf die großblütigen Herbstzeitlosen. Ende August zeigen sie sich in hellem Violett. Der zweite Blick ging hinüber zu den Astern, die ganz verstreut, in vielen Sorten, auf ihren Auftritt warten. Erste Blütchen sind zu sehen. Das Sedum hat bereits unzählige Bienen zu Gast und blüht zuverlässig jedes Jahr an unterschiedlichen Gartenplätzen. Dazu gesellen sich Gräser, Clamintha und die vielen einjährigen Scabiosen, Löwenmäulchen und Duftnesseln. Wie Gartenorchideen sehen die Krötenlilien aus. Verschiedene Sorten, auch in gelb, hängend und stramm aufrecht, haben im Hostabeet und im kleinen Moorbeet ihren Platz.
Besonders schön sind die 2 Malvensorten, die sogar den langen Winter gut überstanden hatten und nun im Beethintergrund dominieren.
Bartblumen, Halbsträucher, die ich wegen der späten Blütezeit sehr schätze. Auch hier ist die Farbe ein ganz wichtiger Aspekt. Blaue Blüten im Herbst, es gibt wenig Konkurrenz.
Unsere Krötenbabys hüpfen lustig im feuchten Untergrund umher und dieses Exemplar hätte ich beinahe mit einem Geraniumtopf in den Garten gepflanzt.
Die Früchte des Hartriegels fallen bereits ab, aber kein Tier hat Interesse gezeigt. Sie werden nicht gepickt, gefressen oder ausgesaugt. Warum wohl?
Unvergleichlich ist das Gelb der Sonnenhüte. Die lange Blütezeit ist für den Sommer- und Herbstgarten wichtig, damit die Farbtöne der Astern gut zur Geltung kommen.