Die schwülwarme Luft am 11. Mai deutete schon auf Gewitter und Regen hin. Regen ist immer willkommen, wenn er brav und gesittet unsere Gärten wässert. Doch mit dem Gewitterrisiko sind immer öfter Starkregen und Hagel im Schlepptau.
Es ging ganz schnell, die Front kam direkt aus Westen und bei der Unwetterzentrale lag das nördliche Baden Württemberg in der höchsten Warnstufe. Jetzt schnell den Computer aus und schon kamen die ersten Regentropfen und Hagelkörner geflogen. Sie wurden immer größer und heftiger. Hosta ade, Rosen ade, Pfingstrosen? Iris? Das Bild ist vom 10. Mai!
Frisch getopfte Sämlinge zerschlagen und abgeknickt? Am Horizont lichten sich die Wolken. Gartenbesichtigung ist angesagt. Sollten Hagelkörner das geschafft haben, was Schnecken und Wühlmäuse unermüdlich versuchen? Auf den Straßen liegen zerschmettere Blätter und der letzte Blütenstaub wurde abgespült.
Im Garten angekommen zuerst ein Blick auf die großen Pfingstrosenknospen. Alle noch da!
Die frühen Iris und hohen Stauden sind etwas auseinandergedrückt. Staudenstützen haben sich jetzt schon bewährt! Hostalavista…………….na ja, ein paar Exemplare wurden getroffen. Aber der große Judasbaum im westlichen Garten und Nachbars große Tanne haben bei der Schadensbegrenzung eine große Rolle gespielt. Die neu ausgetriebenen Rosen mussten ein paar Spitzen einbüßen, aber ich denke, hier gibt es schnell einen frischen Austrieb.
Ich will nicht unzufrieden sein, es hätte schlimmer kommen können. Doch der Wetterbericht für die kommenden Tage gibt keine Entwarnung. Also werde ich weiter bangen und die Website der Unwetterzentrale regelmäßig besuchen.